Traumdeutung – Zähne, Tod, Mord und Co.

Traumdeutung – Zähne, Tod, Mord und Co.

Jeder Mensch und auch einige Tiere tun es – jede Nacht aufs Neue – auch wenn uns das am nächsten Morgen nicht mehr bewusst ist – das Träumen. Oftmals bleibt uns davon nicht mehr als nur eine flüchtige Erinnerung. Wenn der Geist auf die Reise geht, hat das rationale Denken Pause.

Gerade durch diese Abkoppelung lassen sich wertvolle Informationen aus dem Unterbewusstsein gewinnen, die in wachem Zustand bei vollem Bewusstsein nicht zugänglich wären. Über deren Beschaffenheit, Herkunft und Inhalt herrscht jedoch Uneinigkeit.

Bereits in der Antike wusste man um den Bedeutungsgehalt von Träumen bzw. der Symbole, welche in Träumen auftauchen. Das Unterbewusstsein will sich auf diese Art und Weise mitteilen. Traumdeutung ist zu jeder Zeit ein aktuelles Thema gewesen, wurde aber zu verschiedenen Zeiten aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. In frühchristlicher Zeit verstand man den Zweck der Träume dahingehend, dass diese bestimmte – zum Teil auch prophetische -Botschaften transportieren sollten.

Die Philosophen und Psychiater seit der Zeit der Aufklärung zweifelten an dieser These und propagierten das andere Extrem: Ein Traum als bloßes Verarbeiten der am Tag zuvor erlebten Geschehnisse. Nach Sigmund Freuds Ansatz jedoch liegt die Lösung irgendwo dazwischen. Seine Tiefenpsychologie vertritt einesteils die Meinung der Aufklärer und besagt, dass beim Träumen eine individuelle Situation abgearbeitet würde. Allerdings bezieht er den Aspekt der transportierten Botschaft mit ein, die seiner These nach aber nicht prophetischen oder göttlichen Ursprungs ist.

Vielmehr liegt sie in der individuellen Vergangenheit des Träumenden begründet, die es ihm erlaubt, die Situation auf seine ganz spezielle, ihm eigene Art zu verarbeiten. Freuds Gegenspieler Jung kristisiert daran das Individuelle. Seiner Meinung nach sind bestimmten Traumsymbolen bestimmte Bedeutungen fest zugeordnet, da diese aus dem kollektiven Unbewussten herrühren und somit allen Menschen gemeinsam sind. In der Folge wurden eine Vielzahl anderer Ansätze entwickelt, die Forschung kann auch heute noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden.

Bild: http://www.flickr.com/photos/melodycampbell/2656648036/ – Dream! von Melody Campbell bei Flickr

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