Das Tarot ist ein Kartenspiel, welches zur Zeit der Renaissance, d.h. Mitte des 15. Jahrhunderts in Italien entstand. Im 19. Jahrhundert wurde es wegen seiner reichen Symbolsprache in esoterischen Kreisen zum Wahrsagen benutzt. Seinen heutigen Bekanntheitsgrad verdankt das Tarot den Hippies, die es etwa 500 Jahre nach seiner Erfindung für sich entdeckten.
Hierbei steht nicht mehr die Wahrsagerei mit ihren allgemein gültigen Deutungen im Vordergrund, sondern viel mehr der Kontakt des Individuums zum eigenen Unterbewusstsein. In der subjektiven Auseinandersetzung mit den einzelnen Tarotkarten bzw. verschiedenen Konstellationen soll das Bewusstsein erweitert werden: Der bzw. die Kartenlegende gewinnt durch die Symbolik, welche die Psyche anspricht, Erkenntnisse über die eigenen Einstellungen und Vorstellungen.
Verschiedene Tarot-Decks
Aus der Hippiezeit, den 60er und 70er Jahren, stammen viele der heute ca. 400 Tarot-Sorten. Einen weiteren beträchtlichen Teil machen verschiedene historische Variationen des Marseiller Tarots aus. Neben dem relativ alten Marseiller Tarot zählt man das 1943 von dem Schwarzmagier Aleister Crowley veröffentlichte Crowley- und das Waite-Tarot mit seiner hohen Symboldichte zu den drei klassischen Tarot-Decks. Neben diesen am weitesten verbreiteten Arten gibt es jedoch noch zahlreiche weniger bekannte Arten.
Wie ist ein Tarot-Deck aufgebaut?
Ein Tarot-Deck besteht aus 78 Karten, welche in verschiedene Kategorien gegliedert werden. Es gibt 22 „große Arkana“, die Stationen des Lebens wie z.B. Liebe oder Tod darstellen. Die restlichen 56 Karten, die sogenannten „kleinen Arkana“, werden nochmals in vier Gruppen aufgeteilt: Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen/Scheiben. Jede dieser vier Gruppen umfasst vier Hofkarten (Königin, König/Prinz, Ritter und Bube/Prinzessin) sowie Zahlenkarten von 1 bis 10.
Bild: http://www.flickr.com/photos/26730705@N03/4724158901/ – James Bond Solitaire Tarot Card Set von Alter Ego Comics bei Flickr
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